(DE/EN) Château Léoville Barton 1998 2ème Grand Cru classé – Saint-Julien

barton color

Ich war heute in der Stadt unterwegs und habe mich kurzerhand entschlossen für den heutigen Abend einen schönen Bordeaux zu kaufen. Zunächst habe ich Ausschau nach einem reifen Margaux gehalten, leider war die Auswahl in den mir bekannten Vinoteken gleich 0.

Dann fiel mir die Einzelflasche des Léoville Barton 1998 ins Auge und kurz darauf war die Entscheidung getroffen – heute wird ein Wein von diesem mir unbekannten Château probiert!

Schon beim einschenken in das Glas fiel mir diese wunderschöne und doch sehr jugendliche Farbe auf. Ich hätte bei einem 98er etwas mehr Brauntöne erwartet, aber stören tue ich mich daran sicherlich nicht.

Der Léoville Barton eröffnet durch ein von sekundäre Aromen geprägtes, aber noch etwas verschlossenem Bouquet mit Cassis, Graphite, Gewürze, Zedernholz und einem Hauch Tabak. Das Bouquet wirkt sehr ausgeglichen, ist von guter Intensität und Eleganz.

Der Gaumen stimmt mit dem Bouquet überein und zeigt sich äußerst würzig mit erstauntlich hoher Dichte. Ausgezeichnete und sehr stabile Säurestruktur, sehr weiche Tannine, äußerst ausgeglichen und harmonisch.

Beim Abgang hingegen fällt (leider) ziemlich kurz aus und kann mit dem Bouquet und dem Körper nicht ganz mithalten.

 

Bewertung:

Bouquet: 2,5/3

Geschmack:5/7

Abgang: 2/3

Harmonie / Gesamteindruck: 5,5/7

Bewertung:15/20 – sehr gut

Trinken: jetzt bis 2025

Preis/Leistung: 2,5/5 Durchschnittlich – ~80,00 €

Prognose: In einem interessanten Stadium! Dabei sich zu öffnen und seine Aromatik zu offenbaren. Ich denke, dass das Bouquet noch die 3 Punkte erreichen kann (+0,5)

Wine Juggler Fazit: auch wenn ich viele Bordeaux Weine getrunken habe, beschränkten sich meine Erfahrungen hauptsächlich auf Saint-Émilion und Pomerol. Die Saint-Julien Weine die ich bisher getrunken habe waren mir oft einfach zu maskulin und kantig, allerdings habe ich noch keinen Wein eines besseren Châteaux probiert.

An der Stelle muss ich sagen, dass sich das Experiment gelohnt hat. Es ist bestimmt nicht der beste Jahrgang, doch die Komplexität und dieser Mix aus Konzentration und Eleganz hat mir sehr gut gefallen.

Ich würde ihn trotz des kürzeren Abgangs als einen klassischen Bordeaux bezeichnen, der von sehr hoher Qualität ist.

Auch wenn das Preis-/Leistungsverhältnis nicht ganz stimmt (was auch daran liegt, dass gereifte Jahrgänge im Nachhinein teurer sind, vor allem aus BDX und bekannteten Châteaux), kann ich diesen Wein absolut weiterempfehlen.

DB

Château Léoville Barton 2ème Grand Cru classé – Saint-Julien

Today I was out in the city and decided to buy a nice Bordeaux for the evening. First, I have been looking for a mature Margaux, unfortunately the selection at my known wine dealers was next to 0.

Then I noticed that single bottle of Léoville Barton 1998 smiling at me and shortly after my decision was made – a wine of a Château I never tasted before!

Already at the pour into the glass I noticed this beautiful, yet very youthful, color. I would have expected a little more brown edges in a 98 vintage, but I this didn’t disturb me at all.

The Léoville Barton opened with secondary aromas but was still slightly closed with cassis, graphite, spices, cedar and a hint of tobacco. The bouquet is very balanced, of good intensity and elegance.

The palate is consistent with the bouquet and shows extreme spice with high density. Excellent and very stable acidity, very soft tannins, very balanced and harmonious.

The finish however is (unfortunately) quite short and can’t keep up with the bouquet and the body.

Rating:

Bouquet: 2,5/3

Palate: 5/7

Finish: 2/3

Overall harmony: 5,5/7

Rating: 15/20 – very good

Price: 2,5/5 average – ~80,00 €

Drink: now – 2025

Forecast: Is in the opening phase and might give us some more surprises! I think the bouquet could improve to 3/3 (+0,5).

Wine Juggler conclusion: even if I have drank many Bordeaux wines, my experiences were mostly limited to Saint-Émilion and Pomerol. The Saint-Julien wines I have drank so far were often simply too masculine and edgy, but I had not tried any wine better Châteaux.

At this point I have to say that the experiment was worth it. It is certainly not the best vintage, but the complexity and this mix of concentration and elegance pleased me very well.

I would call it a classic bordeaux, despite of the shorter finish. Very high quality wine. Even if the price / performance ratio is not perfect (which is also because that mature vintages are more expensive when bought from dealers, especially from BDX and well known Châteaux), I can absolutely recommend this wine.

DB

 

 

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